Monika Tworuschka

Geboren wurde ich 1951 in Herford als Monika Funke. Ich bin freie Autorin und promovierte Islam-, Religions- und Politikwissenschaftlerin. Ich schreibe Kinder- und Jugendbücher über Weltreligionen: Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus, Hinduismus, Hörspiele und Abenteuergeschichten, die sich in irgendeiner Form um Religionen drehen, um Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Flucht und Migration.
Ich lebe in Bad Münstereifel und bin mit dem Religionswissenschaftler Udo Tworuschka verheiratet. Wir haben zusammen vier Kinder: Miriam (1979), Christopher (1981), Sarah (1983), Ronja (1989) und bisher drei Enkel - sowie die Labradorhündin
Bonnie.


Daran, dass sich mein Interesse an Weltreligionen schon früh vorwiegend dem Islam zuwandte und ich Kinder- und Jugendbücher über Islam schrieb, mag meine intensive Karl May-Lektüre nicht unschuldig gewesen sein. Insgesamt verdanke ich Mays sechs Orientbänden („Durch die Wüste“ bis „Der Schut“) ein beträchtliches islamisches Grundwissen. Dieses musste ich zwar zum Teil in meinem späteren orientalistischen Studium revidieren. Doch in meiner Jugend tröstete ich mich mit Karl May darüber hinweg, dass in meinem gesamten gymnasialen Religions- und Geschichtsunterricht die Weltreligionen so gut nicht vorkamen. 

Hörspiele

Angeregt durch Fantasy- und Kriminalgeschichten habe ich versucht, eine neue Form der Vermittlung von Weltreligionen zu schaffen. Zu den interessantesten Abschnitten meiner publizistischen Tätigkeit gehören die sechs Weltreligions-Kriminalhörspiele für Kinder, die 1997-2000 in Zusammenarbeit mit dem Redakteur Matthias Wegener von der Redaktion Lilipuz (inzwischen „WDR 5 KiRaKa“ = Kinderradiokanal) entstanden:

* Die Buddha-Bande (Buddhismus, 1998), 
* Komplott am Nil (Islam, 1998),
* Ist das nicht Sarah? (Judentum, 1999), 
* Gefahr in der Höhle (Christentum, 1999),
* So tapfer wie Rama (Hinduismus, 2000),
* Ich bin ein Teil der Erdmutter – Die Hopi-Indianer (2000).


Abenteuerbücher

 Als Enkeltochter einer englischen Großmutter habe ich immer die angelsächsische Tradition bewundert, bedeutende historische oder religiöse Inhalte in spannende Geschichten zu `verpacken`, die mehr sind als bloße Unterhaltungsliteratur. 

Bei meinen Kinderkrimis aus dem Bereich der Weltreligionen habe ich versucht, diese Tradition im besten Sinn fortzusetzen. Dabei sollten die Krimis über Islam, Judentum, Buddhismus und Hinduismus nicht nur `pädagogische Vehikel` für religiöse Inhalte sein. Wichtig war mir, spannende Geschichten zu schreiben, die ihre besondere Attraktivität und Faszination durch eine für jede Weltreligionstradition typische Atmosphäre erhalten. 
Die Themen Antirassismus, Antisemitismus, Fremden- insbesondere Islamfeindlichkeit, Diversität,  Migration liegen mir besonders am Herzen.



Religiopolis 

Religiopolis ist eine fiktive Stadt irgendwo in Europa, in der – anders als oft in der Wirklichkeit – die Angehörigen der Weltreligionen (Christen, Juden, Muslime, Hindus und Buddhisten) friedlich miteinander leben. Mit der Planung und Bebauung dieser Stadt waren als Herausgeber nicht nur mein Mann und der Religionswissenschaftler Dr. Ilas Körner-Wellershaus vom Ernst Klett Verlag/Leipzig beschäftigt, sondern darüber hinaus ein Stab weiterer Religionsspezialisten und das Programmierteam der Firma Kreaktor/Hannover. 
Da die Besucherin und der Besucher von Religiopolis nicht zu einer guided tour aufgefordert werden, bleibt es ihm überlassen, in welcher Reihenfolge er die Gebäude, Familien, Bibliothek, Fahrstuhlbilder und Friedhöfe der verschiedenen Weltreligionstraditionen besucht. Religiopolis ist kein Computerspiel und keine interaktive Erlebnis-Plattform. Religiopolis enthält eine Sammlung thematisch ausgerichteter Szenen und Bilder, in die man sich begeben kann. Man trifft Personen, die von ihrem Glauben erzählen. Sie erklären ihre Lebenswelt, Gebräuche und Denkweise. Ausführlicher Texte und Quellen befinden sich in der Bibliothek. Es gibt zahlreiche Videos und Audios sowie Bilderserien aus den jeweiligen Weltreligionen 


Religiopolis

 Die Lernsoftware "Religiopolis" aus dem Ernst Klett Verlag wurde 2007 in Wien mit dem Erasmus EuroMedia Special Award 2007 in der Kategorie "Discourse & Politics" ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt die European Society for Education & Communication (ESEC) die Software als herausragende Medienproduktion im Rahmen des Europa-Diskurses.